Sicherheit
Laufen wie ein Pinguin – so haben Sie mehr Sicherheit bei Glatteis
Redaktion · 20.01.2026
Bei Glatteis sind Pinguine unsere Vorbilder: Sie laufen nach vorne gebeugt mit kleinen Schritten, die Sohlen möglichst am Boden. Symbolbild: RosZie / Pixabay
Bei Schnee und Eis steigen die Unfallzahlen. Die Notaufnahmen der Krankenhäuser verzeichnen jedes Jahr einen Anstieg an Knochen- und Gelenkverletzungen. Dabei sind Brüche an Armen und Beinen gut behandelbar. Schwierig wird es bei Verletzungen an Kopf, Becken und Hüfte. Diese können schnell lebensbedrohlich werden.
Wie kann man sich vor Stürzen bei glatten Wegen schützen?
Die meisten Menschen machen es instinktiv: Gehen Sie langsamer bei Glatteis! Wichtig ist dabei, den Schwerpunkt des Körpers nach vorne zu legen. Der Pinguin macht es uns gut vor. Mit kleinen Schritten schiebt er sich mit ganzer Sohle über den Boden. Dadurch werden Unfälle am Hinterkopf deutlich minimiert. Bei einem Sturz vornüber kann man sich schließlich mit den Händen abfangen oder sich seitlich abrollen.

So geht Pinguin-Gang. Foto: ©DGOU_2111
Suchen Sie sich Halt
Zu zweit läuft es besser. Haken Sie sich ein und gehen Sie den Weg gemeinsam. So stützen Sie sich gegenseitig. Haben Sie gerade keine Begleitung, suchen Sie Halt an Hauswänden, Geländern oder anderen festen Gegenständen.
Spikes erhöhen die Sicherheit
Dass Schuhe mit Profil bei Glatteis sicherer sind als die eleganten Highheels, ist den meisten wohl bewusst. Sie können Ihre Schuhe jedoch noch weiter aufrüsten durch Spikes. Diese, auch als Anti-Rutsch-Sohlen bezeichnet, lassen sich schnell und unkompliziert an Schuhen befestigen und bieten einen guten Schutz vor dem Ausrutschen. Für Gehstöcke gibt es ebenfalls Eis-Pickel. Diese sind einfach zu montieren und können bei Nichtgebrauch einfach hochgeklappt werden.
Die Gehhilfe oder den Rolltor wintertauglich machen
Winterwetter mit Schnee, Eis und Glätte erhöht auch für Rollatornutzer das Risiko für Stürze und Unfälle. Auch der Rollator selbst muss daher frühzeitig winterfest gemacht werden, um die Sicherheit im Alltag zu erhöhen. Vor Beginn der Wintersaison empfiehlt sich ein technischer Check des Rollators im Sanitätshaus. Viele Anbieter führen einen Winter-Check durch, bei dem Bremsen, Reifen und die generelle Verkehrssicherheit überprüft werden. In diesem Rahmen lässt sich die Sichtbarkeit des Rollators durch Reflektoren kontrollieren und bei Bedarf nachrüsten.
Achtung bei Dunkelheit
Früh einsetzende Dunkelheit und schlechte Sichtverhältnisse machen es zusätzlich notwendig, dass Senioren im Straßenverkehr frühzeitig erkannt werden. Wichtig ist gut sichtbare, helle Kleidung, die die Beweglichkeit nicht einschränkt und idealerweise mit reflektierenden Elementen ausgestattet ist. Die Sichtbarkeit lässt sich mit kleinen LED-Leuchten an Kleidung, Taschen oder direkt am Rollator weiter erhöhen, sofern diese regendicht sind.
Besonders bei Schnee sollten Ampeln und Zebrastreifen genutzt werden, da diese Querungen in der Regel geräumt und damit besser passierbar sind. Generell gilt: Lassen Sie Ihr Fahrrad bei Rutschgefahr lieber stehen und gehen Sie keine unnötigen Gefahren ein. Am besten bleiben Sie bei Glätte zu Hause!
Hier finden Sie eine Liste mit qualifizierten Sanitätshäusern, die einen technischen Check für Rollatoren anbieten.
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Tags: Barrierefreiheit , Fußgänger , Glatteis , Rollator , Sicherheit , Straßenverkehr , Sturz , Unfall , Winter
Kategorien: Mobilität , Sicherheit , Zu Fuß gehen